Pitchbook Tool-Tipps

Unternehmer brauchen eine Bühne – 11 Tools für die richtige Kulisse

Kennen Sie das? Als Unternehmer brennen Sie für Ihre Vision und Ihr Nutzenversprechen. Gerne erzählen Sie darüber jedem der es hören oder auch nicht hören will. Sie würden sich selbst als Ihren besten Verkäufer bezeichnen und als obersten Markenbotschafter obendrein.

Das Problem ist nur: richtig überzeugen können Sie Ihre Zuhörer immer nur im 4-Augen-Gespräch. Mal gesetzt, Sie haben ausreichend Termine und eine sehr gute Abschlussquote – Ihre verfügbare Zeit bleibt auf ca. 8 Stunden pro Tag begrenzt. Sie haben also einen Engpass. Selbst wenn Sie mehr Verkäufer beschäftigen, so haben diese doch das gleiche Problem. In der Regel können Sie gar nicht so viele Kunden überzeugen, wie Ihr Team Aufträge abwickeln könnte – sonst würden Sie ja auch über Kapazitätserweiterung nachdenken.

Außerdem verbreiten Sie Ihre Botschaft ja nicht nur, um Aufträge abzuschließen. Sie wollen auch Ihre Vision teilen, Ihr Image verbessern und Beziehungen mit Interessenten aufbauen.
Wenn Sie dieses Vorhaben skalieren wollen, reicht die 4-Augen-Bühne nicht aus. Sie brauchen eine größere Bühne für Ihr Unternehmen und Ihre Botschaft.

Heute können Sie sich diese Bühne bauen und werden damit Ihr Publikum anziehen. Dabei muss der Fokus aber immer auf Ihrer Botschaft und dem Nutzenversprechen gegenüber ihren Zuhörern liegen. Die tollste Technik, Internet, Automatisierung und so weiter, helfen Ihnen nichts, wenn Sie an Ihrer Zielgruppe vorbeireden. Über diese Inhalte können Sie einiges in diesen Blogartikeln nachlesen:

Content-Marketing-Strategie? Einfach mal anfangen!

Mit gemeinsamer Vision zum eigenen Tribe

Wie Sie jetzt mit Content Marketing Ihr Online-Fundament legen und Sichtbarkeit gewinnen

In diesem Beitrag geht es vorwiegend um die technischen Werkzeuge, die Ihnen ermöglichen, professionelles Content Marketing zu betreiben. Diese sollten optimal aufeinander abgestimmt werden. Keiner der folgenden Aspekte ist von den anderen unabhängig.

Jedoch müssen Sie nicht gleich mit dem Komplettpaket starten. Bauen Sie Ihre Bühne Brett für Brett, Kulisse für Kulisse und üben Sie das Schauspiel ruhig schon während des Baus ein. Das Publikum wird Sie wahrnehmen.

1. Landing Pages

Das Herzstück Ihrer crossmedialen Kommunikations-Strategie muss Ihre Website sein. Doch eigentlich ist es gar nicht mehr die Website, sondern vielmehr “Landing-Pages”. Diese holen Ihren Besucher genau bei dem Thema ab, wofür er Sie gerade gesucht hat. Der Nutzen, den Sie Ihrem Besucher auf der “Home-Page”, also der Startseite Ihrer Website, vermitteln können, ist gering. Von dort aus geht die Suche dann wieder los.

Besser ist, Sie positionieren sich gemäß Ihres Geschäftsmodells zu bestimmten Themen. Wenn Kunden oder neue Besucher im Netz auf der Suche nach einer Problemlösung sind, “landen” Sie optimalerweise auf Ihrer Landing-Page. Davon können Sie auch verschiedene Seiten zu verschiedenen Themen haben. Holen Sie Ihre Besucher bei dem Bedürfnis ab, das Sie befriedigen können.

Ich vergleiche die Landingpages mit den Rängen, Logen und Plätzen in Ihrem Theater, die es Ihrem Publikum so bequem wie möglich machen, sich auf Ihre Inszenierung einzulassen.

2. Blog

Ihr “Web-Log” ist der zentrale Verteilbahnhof Ihrer Inhalte. Er geht mit den Landing-Pages Hand in Hand. Über Ihren Blog positionieren Sie sich als Experte und bauen Vertrauen zu Ihrem Publikum auf (siehe auch …). Es ist wichtig, dass Ihr Content eine Heimat hat (Owned Media) und Sie sich nicht alleine auf Social Media (Earned Media) oder Anzeigen (Paid Media) verlassen.

Genau hier erbauen Sie Ihre Bühne und inszenieren Ihre Stücke. Sicher gehen Sie auch einmal auf Wanderschaft und zeigen Gastauftritte. Wenn Sie nach Hause kommen, wartet Ihr Publikum bereits, um Ihre Vision zu teilen und sich von Ihnen den Schmerz nehmen zu lassen.

3. Redaktionsplan

Viele Blogger wissen am Tag vor der Veröffentlichung noch nicht, was Sie im nächsten Beitrag schreiben. Dabei ist die Verteilung ihrer Inhalte ein höchst strategisches Unterfangen. Wer mit seinem Content wirklich Mehrwert bietet, hat eine grundlegende Kommunikations-Idee. Er möchte sein Publikum zu seinem Thema informieren, unterhalten und Beziehungen aufbauen.

Gut gemacht, entsteht daraus ein Fundament an Inhalten, das sich immer weiter aufschichten lässt und für Unternehmen und Publikum immer wertvoller wird. Sogenannter Evergreen Content sollte mit Bedacht strukturiert und in einer sinnvollen Reihenfolge ausgeliefert werden – fast wie in einem Buch.

Das lässt sich mit einem Redaktionsplan vorbereiten. Dieser hat außerdem den Vorteil, Ruhe in den Content-Erschaffungs-Prozess zu bringen, da ganz klar ist, welcher Beitrag wann ausgeliefert wird und warum. Alle Beteiligten können sich vorbereiten und die bestmögliche Leistung abliefern.

Ein Theater würde auch nicht ohne Spielplan arbeiten und seine Vorstellungen einfach ganz spontan ansetzen.

4. Verbreitung

Ein Unternehmer, der eine anziehende Botschaft verbreitet und ein dringendes Problem löst, kann mit einer zügigen Verbreitung seiner Vision und seiner Inhalte rechnen. Allerdings geschieht dies nicht von alleine: Das Feuer anzuzünden und die ersten einzelnen Fans um sich zu scharen, ist der Anfang; anschließend muss aber auch aktiv die Verbreitung vorangetrieben werden. Nur so führt Mund-zu-Mund-Propagenda zu den Effekten, die heute viele als “viral” bezeichnen.

Als erstes müssen alle eigenen Kanäle dazu verwendet werden. E-Mail, Social-Media-Präsenzen (siehe unten) und der eigene Web-Auftritt. Hinzu kommt die Ansprache von Multiplikatoren (so genannten Influencern), die den Inhalt möglicherweise gerne mit ihrem Publikum teilen – beide Parteien sollen etwas von der Verbreitung haben. Denken Sie nicht in Wettbewerbs-Aspekten, denken Sie an Reichweite und Sichtbarkeit.

Unsere kleine Bühne hätte gerne gefüllte Ränge, wenn das Schauspiel beginnt. Daher muss das potenzielle Publikum erst einmal wissen, wer wann welches Stück spielt.

5. Social Media

Die bekannten Social Media-Kanäle wie Facebook, Twitter, Xing und Co., bedienen jeder ein anderes Publikum und andere Kommunikationsbedürfnisse. Bei der Auswahl der richtigen Strategie für Ihr Unternehmen müssen Sie das berücksichtigen. Es spart viel Energie, hier nicht auf falsche Pferde zu setzen. Wenn Sie bereits ein sogenanntes “Following” aufgebaut haben, können Sie alle Ihre Inhalte mit Ihrem Publikum teilen.

Wenn Sie noch dazu Fragen stellen, kann ein Dialog entstehen, der Ihren Tribe und Sie selbst als Unternehmen bereichert. Entscheiden Sie z. B. ob Sie diesen offenen Dialog über die Kommentare Ihres Blogs oder in einem Sozialen Netzwerk führen wollen. Beides hat seine Vor und Nachteile.
Soziale Medien machen es verblüffend einfach Nützliches, Wissenswertes und Unterhaltendes mit Interessierten zu teilen und zu diskutieren.

Es ist Ihre Plattform, um für Ihre Botschaft Anerkennung zu bekommen, Ihren Tribe zu vergrößern und in Ihren Kosmos, auf Ihre Bühne einzuladen.

6. Suchmaschinen-Optimierung

Suchmaschinen zeigen uns, wie Menschen denken und wie Sie sich den Lösungen zu ihren Problemen nähern. Wer vorwärts gelehnt eine bestimmte Wörterfolge in eine Suchmaschine eingibt, ist total fokussiert und versucht sein Problem in einigen kurzen Wörtern zu beschreiben – gut wenn Sie die Lösung haben. Und wenn Sie wissen, wie das Problem von Ihrer Zielgruppe in der Regel formuliert wird. Das herauszufinden, gibt es heute tolle Tools und Methoden.

Noch wichtiger ist, dass Sie da sind, wenn Sie gesucht werden. Keiner kann diesem einen Menschen in seiner Situation besser helfen als Sie. Sie schulden es ihm, dass er Sie findet. Dazu nutzen Sie Suchmaschinen-Optimierung (SEO). Ihr Ziel ist es ganz konkret, attraktiv auf der ersten Seite von Google angezeigt zu werden und einen Klick zu provozieren.

Eine Teilstrategie, dieses Ziel zu erreichen ist es, Anzeigen zu kaufen (z.B. Google AdWords). Das heißt dann Suchmaschinenmarketing (SEA/SEM). Grundsätzlich wollen Sie aber für die Problemlösung Ihres Kunden so relevant sein, dass die Suchmaschine Sie von sich aus als bestmöglichen Treffer ausspielt und Sie nicht nur über gekaufte Werbeplätze aufgerufen werden.

Sie wollen in Ihrem Theater nur Besucher, die Ihre Vorstellung und Ihre Botschaft ganz besonders wertschätzen und nicht auch mit einer anderen Vorstellung zufrieden wären. Für alle anderen wären Ihre Sitzplätze zu schade.

Diese kommen zu Ihnen, wenn Sie sie von Anfang an bei ihrem dringendsten Problem abholen und ihnen vermitteln, dass sie Ihnen in Bezug auf die Lösung vertrauen können.

7. Content Curation

Kuratieren Sie auch fremde Inhalte. Sie sind nicht der einzige Spezialist auf Ihrem Gebiet. Sie selbst lesen Fachinformationen und lassen sich aus verschiedenen Bereichen inspirieren. Teilen Sie diese Impulse mit Ihrem Publikum – so zeigen Sie, dass Ihnen der Nutzen für Ihre Kunden am wichtigsten ist, noch weit vor der eigenen Positionierung als Spezialist. Und Ihren inhaltlichen Mitstreitern zeigen Sie, dass Sie Respekt vor deren Leistungen haben, vielleicht sogar Anknüpfungspunkte sehen. Sie bereichern sich gegenseitig (siehe auch unter Verbreitung).

Schauspieler sind selten Wettbewerber. Sie passen entweder in eine Rolle oder nicht. In einem guten Ensemble ergänzen sich die Charaktere gegenseitig. Machen Sie Ihre Bühne auch einmal für Gastauftritte frei und unterstützen Sie Botschaften, die Sie vertreten können.

8. E-Mail Marketing

Das E-Mail-Postfach ist ein sehr privater Bereich. Wir entscheiden sehr streng, wer dort mit seinen Botschaften hinein darf. Auch gesetzliche Regelungen schützen uns davor, dass nicht jeder uns mit seinen Ideen beliebig überfluten kann (Double-Opt in).

Wenn Sie die Willenserklärung eines Fans bekommen, ihm immer wieder E-Mails schicken zu dürfen, gibt dieser Ihnen einen riesigen Vertrauensvorschuss – er lässt Sie in seinen privaten Bereich weil er Ihre Vision teilt, Sie ihm Nutzen stiften und er sich von Ihnen nicht “gestört” fühlt.

Bezogen auf unsere Theater-Analogie, ist das als ob das Schauspieler-Ensemble persönlich bei Ihnen vor der Haustüre steht, um Sie auf die nächste Vorstellung aufmerksam zu machen. Sie haben es in diesem Moment zwar nicht erwartet, sind aber trotzdem freudig überrascht. Sie erfahren Neues von einer Institution, die Sie schätzen, die Ihnen Nutzen stiftet und mit deren Vision Sie sich identifizieren.

9. Print / QR Codes

Drucksachen sind die Evergreens unter den Kommunikationsmedien. Die Vervielfältigung kostet Geld und die Distribution ist aufwendig. Dennoch ist der Aufmerksamkeitsgrad des Empfängers unschlagbar, wenn z.B. der Flyer wirklich gut gemacht ist und zum Bedürfnis passt. Hier gilt es zu selektieren. Die Zeiten des Gießkannenprinzips sind sicherlich vorbei – die Druckprodukte müssen bei der richtigen Zielgruppe landen.

Dort sind Sie dann komfortabel zu konsumieren und als Gedankenstütze gut aufzubewahren. Wenn Sie nun noch mit Ihrem übrigen Kommunikationsinstrument verknüpft werden, wird der vollen Nutzen sichtbar. Technologien wie QR-Codes, Bilderkennung oder NFC (near field communication) ermöglichen heute die kinderleichte Verbindung von Drucksache und Online-Kommunikation.
Print ist gelernt. Und trotz aller Unkenrufe ist Print angetreten, um zu bleiben. Sicher ändert sich Einsatz und Rolle im Medienmix. Aber es vervollständigt die gelungene Verbreitung Ihrer Botschaft.

Nicht umsonst wird jedes Theater, das etwas auf sich hält, mit einer aufwändigen Plakat- und Flyer-Kampagne auf sich aufmerksam machen.

10. Audio und Video

Menschen lieben Geschichten. Wir müssen nur ziemlich schnell herausfinden, ob die Geschichte, die uns angeboten wird interessiert oder nicht. Da spielt es eine große Rolle, welchen sensitiven Kanal die Botschaft in diesem aufmerksamkeitsheischenden Augenblick anspricht. Manche Menschen sind gar mit geschriebenem Text gar nicht mehr einzufangen.

Gut, dass wir den Kern unserer Geschichte stets medienkonform aufbereiten können. So bieten wir Information und Unterhaltung (Infotainment) in kurzweiligen Audio- (z.B. Podcast) oder Video-Sequenzen (z.B. Youtube oder Erklärvideo) an. Schön, dass sich alle diese Kanäle im Medien-Mix kombinieren lassen und im rechten Moment den rechten Interessenten einfangen.

Unser Schauspiel findet in Bild und Ton statt – auf einer Bühne, die es schwer macht wegzusehen. So attraktiv ist die Inszenierung der Geschichte, dass das Publikum ganz begeistert ist, ihr beiwohnen zu können.

11. Geschenk

Der skeptische Neu-Interessent hat noch kein Vertrauen zu Ihnen oder Ihrer Botschaft. Wie kann er ohne Risiko Ihr Versprechen ausprobieren? Mit Ihrer Vision kann er sich identifizieren, aber er weiß nicht, ob Sie es ehrlich meinen und ob Sie halten was Sie versprechen, auch wenn Referenzkunden bereits freudig über ihre positiven Erfahrungen berichten.

Der einfachste Weg ist eine Kostprobe oder auch ein Fahrplan. So bekommt Ihr Zuschauer Sicherheit und obendrein etwas geschenkt, für das er sonst auch gezahlt hätte. Alles, was Sie im Gegenzug verlangen ist seine E-Mail-Adresse, also die Chance, ihn auch künftig kontaktieren zu dürfen. Das ist der Preis für ein kleines Geschenk, das sie ihren Interessenten machen und das für ihn bereits einen Echten Mehrwert hat. Dies könnte eine Produktprobe, ein E-Book mit Ihrem Fachwissen oder ein Gratis-Kurs sein.

Unser Theater freut sich über Ihr Stammpublikum und Ihren Fördererkreis. Bei jeder neuen Aufführung werden diese angeschrieben. Und sehr gerne schicken Sie dazu den Jahresspielplan, viele Hintergrundinformationen zu Ensemble und einen Gutschein für das Pausenbuffet mit.

Fazit

Die gelungene Inszenierung Ihrer Botschaft ist ein Handwerk. Für den Erfolg erwerben Sie Fertigkeiten und Werkzeuge. Diese wachsen immer weiter an und bauen aufeinander auf.

Alle benannten Werkzeuge sind verfügbar und werden vermutlich bereits zum Teil von Ihnen eingesetzt. Auch die Fertigkeiten sind kein Geheimwissen.
Doch haben Sie Ihre Bühne mit Bedacht gebaut? Inszenieren Sie Ihre Botschaft, wie Sie es sich vorgestellt haben? Schaffen Sie es, stets vor gefüllten Rängen zu spielen?

Mit Pitchbook bieten wir Ihnen einen einen Werkzeugkasten mit allen wichtigen Tools sowie eine Anleitung, diese richtig einzusetzen. Wir helfen ihnen, selbst die nötigen Fertigkeiten auszubilden oder unterstützen Sie bei der Umsetzung. Dabei begleiten wir Sie mindestens ein Jahr.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über unsere

oder besuchen Sie unsere

um zu erfahren, wie wir Ihre Bühne bauen und Ihre Fertigkeiten ausbilden wollen.

Hat Ihnen die Analogie zu Theater in diesem Artikel gefallen?
Über Rückmeldungen und Kommentare, Fragen und Botschaften würde ich mich sehr freuen.

Mit zündenden Grüßen
Fabian Lipp
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