Content verbreiten | Pitchbook (CC0, Pixabay)

Guter Content ist nur die halbe Miete – wie Sie Ihre Inhalte effektiv verbreiten

Sind Sie der Meinung, dass Ihre Unternehmensmission Ihren Kunden wirklich hilft? Sind Sie angetreten, Inhalte zu entwickeln von denen Ihr Wunschkunde profitiert?

Wenn ja, haben Sie den ersten Schritt in Richtung Content Marketing erfolgreich gemeistert.

Aber was passiert, wenn Ihre Rufe ungehört verhallen. Sie denken sich:

„Ich weiß doch, wie meine Kunden ticken. Das müsste die doch interessieren, was wir auf unserem Blog schreiben und wie wir die Gebrauchsanweisungen unserer Produkte per Video präsentieren.“

Nur leider herrscht gähnende Besucherleere auf Ihrem Blog. Sie überlegen schon, ob Sie hier nicht aufs falsche Pferd gesetzt und Ressourcen verschwendet haben.

Nun, ob die Inhalte die Sie anbieten wirklich gut und hilfreich sind, darüber können nur Ihre Wunschkunden entscheiden. Aber dass diese erst einmal zu Ihren Inhalten finden, dabei lässt sich nachhelfen. Werfen Sie nicht zu früh die Flinte ins Korn. Mit der Content-Erstellung haben Sie die Halbzeit erreicht. Die Promotion Ihrer Inhalte ist aber mindestens genauso wichtig. Manche Blogger empfehlen sogar nur 20% der Zeit für die Inhalte und 80% für die Verbreitung (Quelle: Derek Halpern) einzusetzen.

Doch wie genau kommen Ihre Inhalte jetzt zu Ihren Kunden?

Sie können grundsätzlich an 3 Stellen ansetzen, um Ihre Wunschkunden „abzupassen“:

1. Sie wissen, wonach Sie suchen. Z.B. Bei Google.
2. Sie kennen ihren soziodemographischen Hintergrund (vgl. Buyer Persona)
3. Sie wissen wo Sie sich in der Regel aufhalten und aufnahmebereit für Inhalte sind. (Netzwerke, Portale, etc.)

SEO

Dass Ihre Inhalte bei Google gefunden werden, dafür sorgen Sie schon bei der Content-Erstellung. Die Suchmaschine versteht mittlerweile, wann Content für die Suchenden relevant ist. Dazu misst Sie bei jeder Zuführung zu Ihrer Seite über 200 Rankingfaktoren.

Wenn ein Nutzer z.B. Nach sehr kurzer Stippvisite wieder zur Suchmaschine zurückkehrt, hat er wohl nicht den Inhalt gefunden, den er gesucht hat – die Seite sinkt im Google-Ansehen.

Schreiben Sie relevanten Content und helfen Sie Ihren Wunschkunden, deren Probleme zu lösen …schon bevor Sie etwas verkaufen wollen!

Social Media

Die Verbreitung über die sozialen Medien ist für Ihren Beitrag natürlich Pflicht. Überlegen Sie aber auch, in welchen Gruppen und Foren Ihre Wunschkunden unterwegs sind. Optimalerweise kommen dort Diskussionen über Ihre Inhalte zustande. Mischen Sie sich ein, so dass statt einfachen Kommentaren ein Dialog entsteht. Wenn über Ihren Beitrag diskutiert wir steigt zu einen das Ranking, zu anderen werden sich mehr Leser für Ihren Beitrag interessieren und geben einen Vertrauensvorschuss.

Werbung

Mittlerweile verstärkt sich der Trend, seine Inhalte auch monetär „anzuschieben“. Wenn Sie einen besonders hilfreichen Beitrag oder eine Landingpage haben, lohnt es sich womöglich, diesen bei Google prominent zu platzieren.

Auch die sozialen Medien filtern inzwischen stark, welche Posts den „Fans“ in ihrer Timeline angezeigt werden. Möglicherweise nicht Ihre Beiträge. Dem können Sie mit einer kleinen Finanzspritze an Marc Zuckerberg entgegenwirken.
Generell kann es Sinn machen, auf diese Weise Traffic, also Besucherströme, „einzukaufen“. Denken Sie nur daran, für die beworbenen Suchbegriffe (Keywords) besonders relevante Inhalte anzubieten, sonst sind die teuren Besucher gleich wieder weg. Und dann vergessen Sie keinesfalls eine gut sichtbare Handlungsaufforderung (Call-to-Action). Sie wollen ja zumindest einmal die E-Mail-Adresse, der neuen Besucher.

PR

Manche Ihrer Beiträge sind vielleicht so relevant, dass Sie größere Reichweite verdienen. Natürlich ist es den Redakteuren von Zeitschriften, großen Blogs oder anderen Medienformaten überlassen, ob sie Ihren Content verwenden. Also platzieren Sie Ihre Inhalte geschickt – welche Ziele verfolgt der Redakteur? Wie will er seinen Kunden helfen? Und welchen Beitrag leisten Sie dazu?

Wenn Sie bisher keinen Kontakt zur Branchenpresse haben, bauen Sie ihn auf. Ansonsten haben Sie auch noch die Möglichkeit, in offenen Portalen wie http://www.openpr.de Ihre Inhalte per Pressemitteilung anzubieten.

Ganz neu gibt es http://www.responsesource.de : Dort gehen Sie den umgekehrten Weg und beantworten Fragen der Journalisten. Vielleicht haben Sie ja zu einigen Themen etwas zu sagen…

Zielgruppenbesitzer

Das Prinzip des Huckepack-Vertriebs ist uralt. Wenn Sie erst einmal Ihren Gratis-Content zu Ihren Wunschkunden bringen möchten, überlegen Sie sich, wer mit diesen bereits in Kontakt steht. In welchen Netzwerken sind Ihre Kunden, welche Veranstaltungen besuchen sie? Welche Zeitschriften lesen sie? In welchen Facebook- oder Xing-Gruppen sind sie unterwegs?

Fragen Sie bei den Zielgruppenbesitzern nach, wie Sie für die Community bzw. deren Kunden ebenfalls Nutzen stiften können. Ob und unter welchen Bedingungen ihr Input erwünscht ist. Optimalerweise profitieren Sie und der Zielgruppenbesitzer gleichsam von Ihrer Zuarbeit. Es findet ein automatisch ein Autoritätsaustausch statt: Die Bekanntheit des Netzwerks färbt auf Sie ab, gleichzeitig profitiert das gesamte Netzwerk von Ihrer Expertise.

Wenn es angebracht ist, können Sie anschließend sogar noch ein zusätzliches Vertrauensmerkmal in Ihre Kommunikation einbauen: Wie in „bekannt aus Funk und Fernsehen“ verweisen Sie auf Ihre Arbeit für das entsprechende Netzwerk. Wenn auf Ihrer Website groß das Logo der Süddeutschen Zeitung prangt, ist das für Ihre Wunschkunden möglicherweise ein Beweis, Ihnen vertrauen zu können und Sie werden sich intensiver mit ihrem Angebot befassen.

Influencer/Multiplikatoren

Eine Sonderstellung unter den Zielgruppenbesitzern nehmen die sogenannten Multiplikatoren oder auch Influencer ein. Das sind meistens Blogger und Einzelunternehmer, die zu einem speziellen Thema sehr stark positioniert sind und dort bereits eine beachtliche Reichweite aufgebaut haben. Sie genießen hohes Ansehen und Vertrauen bei ihrem Publikum (Tribe), das sich auch sehr stark untereinander und mit dem Blogger austauscht (Engagement).

Wenn Sie Schnittmengen mit solchen Multiplikatoren haben, sollten Sie überlegen, wie Sie bestimmte Themen zu dessen Publikationen beisteuern können und ihm dabei helfen, auch seine Ziele zu erreichen. Beide Parteien sind in der Regel an einer Vergrößerung ihres Publikums und ihrer Reichweite interessiert. Interviews sind z.B. ein schönes Format, das dann beide Partner in ihrem Netzwerk teilen können.
Eine Vorlage für das Anschreiben von Multiplikatoren bekommen Sie gratis bei uns im Akademiebereich.

Gastartikel

Sie generieren ohnehin Inhalte für Ihr Blog und Ihre anderen Kanäle. Denken Sie darüber nach, auf welchen anderen Plattformen Ihre Beiträge konsumiert werden könnten. Bieten Sie dort gezielt Gastbeiträge an.

Jeder Plattformbetreiber ist interessiert an relevantem Content und zusätzlicher Sichtbarkeit. Jeder Gastartikel, den er publizieren kann bedeutet mehr Content und Hilfestellung für seine Zielgruppe bei gleichzeitig weniger eigener Arbeit. Beide profitieren.

Vorträge, Workshops, Webinare

Denken Sie auch über innovative oder bisher ungewohnte Formate nach, über die Sie Ihre Expertise teilen können. Das können auch Offline-Beiträge wie Vorträge oder Workshops sein, die Sie auf Veranstaltungen Ihrer Multiplikatoren geben. Online und mit weniger Reisekosten verbunden geht das heute auch über Webinare.

Hier bietet sich insbesondere die Chance, mit Persönlichkeit zu punkten und direkt eine Beziehung mit dem Publikum aufzubauen. Das schafft Vertrauen.

Zudem besteht manchmal die Möglichkeit, diesen Content zu recyceln, z.B. per Video-Aufzeichnung und später wiederum der ganzen Community zur Verfügung zu stellen.

Fazit

Behalten Sie immer das „Eine-Hand-wäscht-die -andere-Prinzip“ im Auge. Treten sie gegenüber Multiplikatoren weder als Bittsteller noch als aufdringlicher Verkäufer auf. Beide Seite müssen die Kooperation wollen.

Wenn das harmoniert können sich tolle Verbreitungsmöglichkeiten für Ihre Inhalte ergeben. Ihre Sichtbarkeit wird exponentiell zunehmen und die Autorität ihrer Partner steigt gleich mit.
Nutzen Sie für die Verbreitung Ihre eigenen Kanäle (Social Media, E-Mail, etc.), bezahlen Sie Google und Facebook für Besucher, aber denken Sie auch daran Partner einzubinden.

Und dann ganz wichtig: wenn Sie neue Besucher auf Ihre LandingPage bekommen – geben Sie klare Handlungsanweisungen. Sie machen sich nicht die ganze Mühe, um Besucher kurz zu informieren und dann wieder im Äther zu verlieren. Sie wollen die E-Mail-Adressen: Bieten sie darüber mehr kostenlose Hilfe an. Versuchen Sie noch nicht zu verkaufen. Das schreckt ab, beim ersten Kontakt.

Wie Sie mit den Besuchern die nächsten Schritte gehen, habe ich in dem Beitrag über Inbound-Marketing beschrieben.

Habe ich einen wichtigen Kanal für den Vertrieb von Inhalten und Expertise vergessen? Haben Sie Fragen, wie Content-Kooperationen genau Ablaufen können? Dann freue ich mich, diese Fragen hier in den Kommentaren beantworten zu dürfen.

Mit zündenden Grüßen

Fabian Lipp

P.S. Eine Vorlage für die Anfrage an Multiplikatoren erhalten Sie gratis zum Download in unserem Akademie-Bereich.

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